Die Therme Snovik begeistert Naturliebhaber

Das Außenbecken hat für die kleinen „Wasserratten“ auch Wasserrutschen. Das Außenbecken hat für die kleinen „Wasserratten“ auch Wasserrutschen.

von Hannes Krois
Natur pur! Allerbeste Luft, reinstes Wasser, Wälder, Skipisten im Winter und Wanderwege vom Feinsten im Sommer.

add

Fangfrische Bachforellen und Gamsspezialitäten auf den Speisekarten regionaler Gaststätten. Wir sprechen von der Region Kamnik, ehemals Stein mit der aparten Familientherme Snovik im Zentrum Sloweniens. Gut 30 Kilometer von Laibach entfernt. Eine Wunderwelt der Natur, der Geschichte und der Erholung. Eine Idylle in den Steiner Alpen südlich der Karawanken. Schon den Mammuts hat es hier vor der großen Eiszeit ziemlich gefallen. Ein Katzensprung über die Autobahn-Marburg-Laibach von der Steiermark entfernt. Nur 170 Kilometer von Graz und 90 Kilometer von Klagenfurt entfernt.
Das urbane Zentrum der Region ist die mittelalterliche Stadt Kamnik. Die slowenische Übersetzung für Stein. Und Stein war die jahrhundertlange einstige Bezeichnung für diese fantastische Stadt. Der Yugo-Kommunismus hatte für Stein weder Industrialisierung noch Plattenbauten vorgesehen. So entging die Stadt der planlosen Verschandelung durch zeitgenössische Bauten der Polit-Planwirtschaft. Heute präsentiert sich das Zentrum von Kamnik als eine voll erhaltene und sehr gepflegte mittelalterliche Stadt mit wunderschönen Hausfassaden. Mitten in der Altstadt das Museum für den slowenischen Poeten, doch weitaus geschichtlich bekannteren und berüchtigten Generals Rudolf Maister. Am 29. März 1874 wurde Rudolf Maister in diesem Bürgerhaus im damaligen Stein geboren. Die Familie deutsch, der Vater Finanzbeamter in Pettau. Die geschichtliche Verstrickung zwischen Deutschen und Slowenen noch Jahre vor dem I.Weltkrieg zeigt sich in der Person Rudolf Maisters. Zuerst Offizier bei der Habsburger Armee und während des I.Weltkrieges Kommandant des Landsturmregiments in Marburg. Schon Jahre zuvor wurde der Deutsche Maister ein blühender Fanatiker für den slowenischen Nationalismus. Nach dem I.Weltkrieg hatte der Stadtrat von Marburg am 30.Oktober 1918 die Zugehörigkeit der Stadt zur neuen Republik Deutschösterreich erklärt. Rudolf Maister übernahm am 1. November 1918 die Befehlsgewalt über die Stadt Marburg und wurde gleichzeitig vom slowenischen Nationalrat in Laibach zum General erhoben. Kampf war angesagt! Die deutschen Untersteirer kapitulierten am 23. November 1918. Und Maister marschierte mit 4000 slowenischen Freiwilligen nach Spielfeld, Bad Radkersburg und Mureck. Dasselbe blutige Spiel auch in Unterkärnten. Am 27. Jänner 1919 beendete Rudolf Maister eine Demonstration von 10.000 deutschen Untersteirern per Schießbefehl. Dieser Tag ging als Marburger Blutsonntag in die Geschichte ein. Sogar dem neugegründeten SHS-Staat der Slowenen, Kroaten und Serben waren die Untaten von Rudolf Maister zuviel. Im Jahre 1923 wurde er gegen seinen Willen als Brigadegeneral in den Ruhestand versetzt. Ein einstiger Deutschösterreicher, der es verstanden hatte, die Slowenen gegen die Deutschen verstärkt aufzuhetzen. Doch vergessen wir die düsteren Zeiten der Geschichte.

Die Familientherme Snovik bindet sich harmonisch in die Naturlandschaft der Steiner Alpe ein. Ein Naturschutzgebiet mit reiner Luft und Wasser.

Das Thermal-Hallenbad bietet eine modern gestaltete Badelandschaft.

Frische Bach-Forellen sind in der Therme Snovik eine Köstlichkeit.

Steiner Schlutzkrapfen mit Wildfülle sind ein kulinarisches Gedicht.

Unweit des Maister-Museums befindet sich ein schmucker Bauernladen mit all den wunderbaren Produkten der Region. Schinken, Gamswurst, Magenbitter, Schnaps, eingelegtem Gemüse und sehr viel Käse. Auch der höchst sensationelle Trnic-Hartkäse von der märchenhaften Almlandschaft Velika Planina. Nicht nur ein ganz toller Käse sondern auch in seiner Struktur samt Symbolzeichnung ein Liebeszeichen wie ein Verlobungsring. Bringt in der Tradition ungeheuer viel Glück für Liebespaare. Paßt ganz hervorragend zu den fein geschnittenen Gamswürsten oder den Schlutzkrapfen samt Wildfülle usw. Die Region Kamnik ist eine Kulinarikhochburg. Hier hat die spezielle regionale Küche mit den wunderbaren Oma-Rezepten noch Tradition. Somit besuchten wir mit unserer charmanten Reiseführerin Katarina Hribar die Gostilna Pri planinskem orlu (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Das Essen eine Sensation. Als Vorspeise Gamswurst mit dem gehobelten „Liebeskäse“. Dann eine wundersam gute Suppe mit Fleischeinlage. In Folge die original Steiner Schlutzkrapfen mit Wildfülle (sensationell) und weiters gebackenes Kalb und ein exorbitant guter und großer Salat. Dann als Dessert die original Steiner Cremeschnitte. Blätterteig und in Schichten dazwischen Schlagrahm und Himbeeren Da braucht man dringlich einen Schnaps hernach. Nach dem herrlichen Essen ein kleiner Verdauungsspaziergang auf die alte Burg samt der einzigartigen kleinen Kirche auf dem Wehrturm. Dann noch ein paar Kilometer mit dem Auto durchs Kamnik-Tal zum Fluß-Ursprung der Kaminska Bistrica. Ein spiritueller Feeenplatz mit einzigartigem glasklarem Wasser. Unweit von hier auch die Quelle für die Therme Snovik. Voller Begeisterung erzählt unsere Fremdenführerin Katarina Hribar über das wunderbare Wasser und die herrliche Landschaft. Katarinas Vater, ein Bauingenieur ist der sogenannte „Vater der Therme Snovik“. Schon vor 100 Jahren wurde die Heilquelle entdeckt. Seit 14 Jahren gibt es die Therme Snovik in der derzeitigen Form. Diese höchstgelegene Therme Sloweniens ist in Privatbesitz. Unter der Initiative von Ing. Hribar fanden sich die Bauern und Unternehmer des gesamten Tales in einer Gesellschaft. Das heilende Wasser ist reich an Magnesium, Kalzium und sonstigen Mineralien und hilft bei Wirbelsäulenerkrankungen, nach Operationen, bei Rheuma, Ischias und Osteoporose sowie auch bei Magen- und Darmbeschwerden. Überall in der Therme gibt es das heilende Wasser. Im Schwimmbad, im Saunabecken und in den Wasserleitungen innerhalb des Thermenressorts und Appartments. Ein Wasser, das gut schmeckt und heilt. Die Therme Snovik ist vorrangig eine Familientherme und ausgelegt auf „aktiv-grün-gesund“. Besonders Naturliebhaber aber auch Kulturinteressierte sind gerne hier. Die Stadt Laibach ist immerhin nur 30 Kilometer entfernt. Auch fürs Relaxen findet man in der Therme Snovik die Ruhepole. Wie eben in der kleinen und feinen Sauna. Ganz entzückend sind die Appartmenthäuser rund um die Therme. Bestens ausgestattet und blitzsauber sind diese Appartments im skandinavischen Stil errichtet. In den Küchen gibt es wahrlich von der Pfanne bis zum Topf alles, um auch Hobbyköche zufrieden zu stellen. Natürlich gibt es auch Doppelzimmer. Im Thermenrestaurant ist das Frühstücksbuffet, Halbpension und auch Vollpension kann man ebenso buchen. Auf Bestellung gibt es die frischen Bachforellen. Eine kulinarische Köstlichkeit der Region. Info: Tel.00386/18344100 und www. terme-snovik.si.

Wahrzeichen von Kamnik ist die alte Burg mit der legendären Kirche.

Gästebetreuerin Katarina Hribar bei der Quelle der Therme Snovik.

Publiziert in Slowenien

Impressum / Datenschutz

Facebook