In Dobrna war schon Karl May auf Kur

Die Hotelanlage Vita beinhaltet ein Wellness-Hotel und ein medizinisches Zentrum mit zahlreichen Einrichtungen. Zugleich die älteste Therme Sloweniens. Die Hotelanlage Vita beinhaltet ein Wellness-Hotel und ein medizinisches Zentrum mit zahlreichen Einrichtungen. Zugleich die älteste Therme Sloweniens.

von Hannes Krois
Auch der berühmte deutsche Abenteuer-Literat Karl May, der Erfinder von Winnetou und Old Shatterhand war im Spätherbst seines Lebens im Jahre 1907 hier in Dobrna.

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1912 verstarb Karl May und ersparte sich somit den völlig unentbehrlichen I. Weltkrieg. Äcker, Wälder, Wiesen, Bäche und allerbeste Luft mit Aromen nach Harz, Blüten und Gräsern bestimmen dieses urige Gebiet rund um Celje. Früher Cilli genannt. Heute mit 50.000 Einwohnern ist Celje die drittgrößte Stadt Sloweniens. Das Land rund um Celje ist uraltes Bauernland. Entlang der Wander- und Radwege findet man zahlreiche alte bäuerliche Anwesen. Aus den kleinen Kaminen der Selchkammern duftet es schon wie eine Art kulinarische Begrüßung. Fein dunkel geräuchertes Geselchtes und Speck mit frischem Bauernbrot und hart gekochten Eiern samt einem Glas Hauswein oder dem kultigen Bier Lasko. Wer Glück hat, der findet bei einem der Bauern noch das allerfeinste Grammelschmalz, das es auf dieser Erde gibt. Die ländliche Bevölkerung rund um Celje war schon lange slawisch. Deutsch waren über Jahrhunderte vorrangig die Städte, die Klöster und die Herrschaft. Nach dem I. Weltkrieg wurde dann alles anders. Heute suchen die Menschen hier ihre besondere Nähe zur Stajerska, zur Steiermark. Das Land ist auch eine Thermenregion mit zahlreichen Kurbädern, Thermen und heilenden Wässern. Unweit von Celje inmitten alter Wälder liegt die Terme Dobrna. Seit über 600 Jahren als Kurbad mit heilenden Wässern in Folge in Betrieb. Doch schon die Römer und Kelten schätzten dieses Heilwasser ganz besonders. Dann im Jahre 1155 im tiefsten Mittelalter fiel der Ort mit der Heilwasserquelle an die Gurker Kirche. Die Burg trug den deutschen Namen Neuhaus. Das Thermalbad wurde erstmals 1403 schriftlich erwähnt. Bereits im Jahre 1624 wurde eine Schwimmhalle errichtet. Die Marmorbäder gelten als eine architektonische Sehenswürdigkeit. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Dobrna zu einer für diese Zeiten unglaublichen Thermenmetropole. Somit unterzog sich sogar Kaiserin Maria Theresia hier einem Kuraufenthalt. Dieser dürfte der Kaiserin geholfen haben. Nicht ganz klar überliefert ist, welches kaiserliche Leiden hier kuriert wurde. Mit ihren insgesamt 16 Kindern dürfte es sich kaum um ein Fruchtbarkeitsproblem gehandelt haben. Vielmehr dürfte die Kaiserin aufgrund der zahlreichen Geburten ein gynäkologisches Problem gehabt haben. Die Heilwasserkuren von Dobrna helfen jedenfalls auch gegen „Burnout“. Die Erbfolgekriege samt dem damaligen Verlust Schlesiens an Preußen sowie die öffentliche Hinrichtung ihrer Tochter Marie Antoinette am Place de Concort dürften Maria Theresia an den Rand der Nervenkraft gebracht haben. Etwas später im geschichtlichen Getriebe ließ der damalige Eigentümer Graf Franz Xaver Kajetan von Dienersberg den Kurpark mit der Kastanienallee errichten. Ein Park mit Kastanien, Ahorn, Zypressen, Trompetenbaum, Buchen, Eichen usw. ist der beste Ort für „Seelenwanderungen“. Kraftwege, die von Sheng Fui-Experten zu den weltweit besten Kraftplätzen bezeichnet werden. Dazu noch jede Menge an Sauerstoff und Waldaromen.

Die Hotelterrasse ist regelrecht hausgemacht für ein Krügerl Lasko.

Herrliche Entspannung in der großzügigen Wasserwelt.

Nach den grausamen Zeiten von II. Weltkrieg und Kommunismus wurden die historischen Hotel- Villen wieder langsam baulich an die Anforderungen der Gegenwart angepaßt. Baulich prachtvoll ist die Villa Higiea. Erbaut voll architektonischem Glanz im Jahre 1855 und seither mehrfach renoviert. Im Hotel Park sind auch Haustiere willkommen. Die bauliche „Lokomotive“ für die Kuren, Wellness, Thermalbad und Sauna ist das Hotel Vita. Das medizinische Zentrum ist ein Diagnose- und Reha-Zentrum mit medizinischen Experten. Im Zielpunkt der Behandlungen: Gynäkologie, Urologie, Neurologie, ästhetische Chirurgie, Orthopädie, Kardiologie, Psychotherapie, Neurochirurgie und Augenheilkunde. Im Klartext hat Dobrna ein sich abgeschlossenes Reha-Zentrum beim gesamten Spektrum von Frauenkrankheiten, Burnout, nach Krebstherapien usw. Die Terme Dobrna ist somit eine Gesundheits- und Wohlfühlmetropole inmitten einer unglaublich schönen Naturlandschaft. Die heilenden Thermalbäder sind in all die Reha-Therapien eingebunden. Das Hotel Vita ist trotz des großen medizinischen Angebotes auch baulich auf reine Erholungs- und Wellnessgäste ausgelegt. Demnach gibt es romantische Bäder für Paare und im dritten Stockwerk der Hotel-Anlage Vita all die Schwimmbäder und eine große Saunawelt. Somit zahlreiche Saunakabinen und eine große FKK-Sonnen-Dachterrasse mit bestem Blick über die liebliche Ortschaft Dobrna. Diese Saunawelt im Hotel Vita ist nur mehr mit dem Naturerlebnis und den zahlreichen ausgeschilderten Wander- und Radwegen zu toppen. Hochinteressant ist der „Anna-Weg“ . Benannt nach Anka, der Besitzerin eines Bauernhauses mit der alten Rauchküche. Der dialektische Waldlehrpfad führt rund um die Höhle Ledenica. Der Loka-Wanderweg geht über die Weinberge bis zur roterdigen Karstlandschaft und den alten Mühlen. Weiters zur Schlangenburg und Blick zu den hier in der Region lebenden Hirschen. Die Bauernhöfe sind auf Gäste mit hausgemachten Schmankerln eingestellt. Die Wanderung zum Bauernhof Marovsek führt am Schloß Gutenek samt ehemaliger Brauerei bis zur Höhle Ledenica und Wasserfall. Im Bauernhof Marovsek bekommt man regionale Köstlichkeiten. Im Umfeld mit dem Auto ist das Schloß Komenda in Polzela höchst sehenswert. Ein ehemaliges Schloß des Malteserordens. Hier gibt es eine Schloßküche und einen Weinkeller. Ein hoch interessantes Ziel ist das Kartäuserkloster Seitz. Das Kloster wurde 1160 nach dem Vorbild der französischen Kartausen gebaut. Beim Klostereingang gibt es übrigens das älteste Gasthaus Sloweniens. Gastuz, seit 1467 in Betrieb, weiters einen Kräutergarten und mittelalterliche Festmahle. Ein weiterer Ausflug hat Slovenske Konjice samt Weinkeller Zlati gric als Ziel. Die in die Berge eingebettete mittelalterliche kleine Stadt ist sehenswert. Im Weingut Skalce (Unternehmen Zlati gric) gibt es ein riesiges Angebot an Weinen. Die Weinproben führen über zahlreiche Weinsorten. Ein weiterer Ausflug ist nach Velenje mit der mächtigen Burganlage. Sehenswert auch das Bergbaumuseum mit Europas ältestem Bergwerkaufzug. „Unter Tag“ im Bergwerk bekommen die Gäste eine deftige Bergmannsjause.
Hoch interessant ist das Ausflugsziel Zalec mit den zahlreichen Hopfenfeldern und dem Brauereimuseum. Hier kann man auch die Tropfsteinhöhle Jama Pekel besuchen. Dobrna und das Umland ist eine göttliche Gabe der Natur. Weitere Infos: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Am kleinen Bauernmarkt in Dobrna gibt es die weltbesten Grammeln.

Natur, Kurpark und Therme in Feng Shui-Harmonie gebaut.

Die Gebäude im Kurpark zeigen sich in allerschönster Architektur.

Großzügig präsentiert sich die Saunalandschaft im Hotel Vita.

Publiziert in Slowenien

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