Kulinarik-Rundgang in der „Genuss-Hauptstadt Graz“

Im Weinkeller des legendären Parkhotels starten die kulinarischen Rundgänge. Mit den Guides am Foto Peter&Philipp Florian u. Waltraud Hutter. Im Weinkeller des legendären Parkhotels starten die kulinarischen Rundgänge. Mit den Guides am Foto Peter&Philipp Florian u. Waltraud Hutter.

von Hannes Krois
„Fahr ma nach Graz eini....“

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So spricht traditionell der Steirer, wenn er in „seine“ Landeshauptstadt kommt. Meistens geht es dabei um Geschäfte, Beruf, Ämter, Behörden, Arzt- oder Krankenbesuche usw. Graz muß man erkunden, muß man begehen. Graz verdient Zeit. Dann spürt man das „Graz-Erlebnis“. Den Zauber einer außergewöhnlichen Stadt mit dem größten erhaltenen mittelalterlichen Zentrum im gesamten deutschsprachigen Raum. Ein bauliches Schmuckkästchen mit unglaublicher Geschichte. Vorwiegend italienische Baumeister brachten diesen südlichen Flair in die engen Gassen und Hausfassaden. Schon Kaiser Friedrich V. hatte 1452 an Graz Gefallen gefunden. Graz wurde zur kaiserlichen Resis- tenz. Dennoch dienten all die Bauten weniger der Romantik sondern der Verteidigung. Im Jahr 1699 war ganz Graz inklusive der Altstadt eine gigantische Wehranlage mit hohen Mauern und der Schlossanlage. Nicht einmal Napoleons Truppen konnten 1809 den Schlossberg militärisch bezwingen. Nach all den vielen Kriegen hat sich Graz verändert. Graz wurde Kulturhauptstadt und Graz ist Genusshauptstadt. Das „Graz-Erlebnis“ findet sich in märchenhaften kulinarischen Dimensionen, die Touristen und Feinschmecker aus der ganzen Welt auf Graz aufmerksam machen. Der  „Grazer Krauthäupl“ als Salatspezialität. Frisch, knackig und einzigartig. Dazu das „Steirische Kürbiskernöl“ als ein nussiges Geschmackserlebnis. Weiters die kulinarische Entdeckung der schwarzen Trüffel in den Grazer Wäldern. In solcher Menge und Qualität wachsen die Trüffel, daß es nun gar „geführte Trüffelwanderungen im Grazer Leechwald“ und ein Grazer Trüffelfestival gibt.  Aber schlußendlich führte eine charmante Frau mit den Worten „ Wer nicht genießt, wird ungenießbar“, Graz auf die Spitze zum kulinarischen „Graz-Erlebnis“. Gastro-Profi Waltraud Hutter, die zum Glück für diese Stadt das kulinarische „Graz-Erlebnis“ auf die Welt bringen durfte.

Die „Genuss-Guides“ mit Waltraud Hutter im Landhaus-Hof.

Top-Koch Karl Pichlmaier, Ines Liplin und Waltraud Hutter in „Ferl`s Weinstube“.

Waltraud Hutter vernetzte als kulinarische Projektmanagerin der „GenussHauptstadt Graz“ die allerbes- ten Wirte und Köche dieser Stadt. Dazu als Grundbasis in den Gasthausküchen die speziellen bäuerlichen Produkte aus allen Regionen der Steiermark. Gemixt mit den steirischen und speziell den Grazer Rezepten der Wirthaus- und Bauernküchen. Also höfisch, gutbürgerlich und bäuerlich. Sozusagen eine kulinarische Zeitreise über die Jahrhunderte zurück. Da gibt es nicht diese grauenhaften Industrie-Schnellgerichte aus den Supermärkten. Da ist regional, biologisch und höchst geschmackvoll gefragt. Das Ergebnis der Grazer Köche&Wirte-Vernetzung von Waltraud Hutter ist auch die sogenannte „Lange Tafel“. Seit einigen Jahren immer im August, ist die „Lange Tafel“ mitten im Grazer Zentrum, Österreichs aufregendstes Kulinarik-Festival. Mit dabei 750 Gäste. Auf den Tellern kulinarische Spitzenleistungen in zahlreichen Gängen. Immer Monate voraus ausverkauft. Sogar aus Japan haben sich Gourmets schon wieder Sitzplätze gesichert. Die 30 Partnerbetriebe der „Genuss-Hauptstadt Graz“ sind bei der „Langen Tafel“  im Dauerstress. Als Abschluss gibt es tosenden Applaus und die Bitte an den Wettergott, dass es im nächsten August bei der „Langen Tafel“ wieder eine regenfreie Nacht gibt.

Rosemarie Kirchengast zeigt die Prato-Tafel der bekannten Köchin.

Der Landhauskeller ist eine Genuss-legende in der Schmiedgasse 9.

Waltraud Hutters Netzwerk der „Genuss-Hauptstadt Graz“ hat sich bishin zu Kinderkochkursen und diversen kulinarischen Events und Rundgängen verstrickt. Dazu gibt es jede Menge begeisterte Partner. Wie etwa die „Kulinarik-Guides“. Eben höchst ausgebildete Stadtführerinnen, die in Sachen Stadtgeschichte und Grazer Kulinarik ziemlich viel „im Kasten“ haben. So begleitete ich mit Waltraud Hutter und den Kulinarik-Guides den kulinarischen Samstags-Rundgang. Dauer vier Stunden inklusive Stadtinfo mit mehreren kulinarischen Stationen samt allerbesten Weinen. Preis pro Erwachsenen € 65.- Buchungsadresse: Graz Tourismus Information, Tel. 0043 (0) 316/8075. Start der kulinarischen Rundgänge ist jeden Samstag um 10.30 Uhr im berühmten Parkhotel meiner persönlichen  Grazer Verwandten Peter&Philipp Florian. Im Weinkeller dort toller Schilchersekt, Schafkäsepraline und Vulkanland-Schinken. Von hier schlendern wir zum Bauernmarkt am Kaiser Josef Platz bei der Oper. Dann führt uns der Rundgang zum Grazer Stadtbeisl „Ferl`s Weinstube“. Steirisches Fischfilet und Gemüse auf höchstem Niveau. Dazu Weine vom Weingut Krispel. Weiter mit all den historischen Erzählungen der Kulinarik-Guides zur Herrengasse und dem Landhaushof bishin zum legendären Landhauskeller. Hier gibt es allerbeste steirische Backhendl mit Erdäpfel-Häuptelsalat und Weine vom Weingut Strauß. Höchst gemütlich! Dann noch der kulinarische Abschluss beim Sacher. Bester Ristretto und fruchtiges Kuchenstück mit dabei. Die „Genuss-Hauptstadt Graz“ ist wirklich ein Erlebnis!

Nicht nur die Sacher-Torte ist im Sacher Graz ein Dessert-Erlebnis.

Die Grazer Altstadt – ein Vermächtnis des Mittelalters.

Das berühmte steirische Backhendl in höchster Qualität gibt es bei den kulinarischen Samstags-Rundgängen im Landhauskeller.

Publiziert in Österreich

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