Der Dachstein ist auch für Fondue-Fans interessant

Spektakulärer Blick vom Dachstein-Restaurant auf den Sonnen-Untergang. Eine unglaubliche Erlebniswelt der Sinne. Spektakulärer Blick vom Dachstein-Restaurant auf den Sonnen-Untergang. Eine unglaubliche Erlebniswelt der Sinne.

von Hannes Krois
Viele Jahre war Georg Bliem der Tourismuschef in der Steiermark.

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Dann folgte der politisch-touristische Wunsch aus höchster Ebene der Grazer Burg an Georg Bliem, eben Schladming, Planai, Hochwurzen, Mautern usw. auf WM-Schiene zu bringen. Und so zeigt wieder einmal die Geschichte, daß die Kraft einer charismatischen Persönlichkeit samt seinem Team auch Berge wie die Planai, Hochwurzen und Dachstein irgendwie verändern können. Wenngleich Berge, Wind, Schnee und Sonne von Gott gegeben sind. Schladming ist das ganze Jahr über ein touristisches Pflaster. Wir nächtigten im ehrwürdigen Sporthotel Royer (www.royer.at). Ein familiär geführtes Hotel des Wiener Baumeisters Ing. Royer. Beim Frühstücksbuffet findet sich das perfekte „weiche Ei“, im Duell zu den allermeisten Hotels dieser Welt schonungslos siegreich. Beste Voraussetzungen für den Start auf die Planai. Das Wetter ist sonnig, deshalb streichen wir das E-GoKart Racing im Untergeschoß des WM-Parks Planai. Go-Kart-Feeling auf einer Rennstrecke von 330 Metern. Stattdessen geht es mit der Sommercard kostenlos auf die Planai. Von der Bergstation führt ein sanfter Gehweg zehn Minuten auf den Planai-Gipfel (1.906 Meter). Ansons- ten führt der Hopsiweg gut 45 Minuten Gehzeit durch das sogenannte Hopsiland, dem höchsten Spielplatz der Steiermark. Eine eigene Welt der Familien und speziell der Kinder. Auf der Wiese vor der Schladminger Hütte starten Paragleiter in die Tiefe. Unglaublichen Mut zeigen auch die Mountain-      Biker, wenn sie sich über die ausgefahrenen Fahr-Rinnen der Planai zur Talstation stürzen. Das Wetter auf den Bergen ist höchst abwechselnd. Also sind  immer gutes Schuhwerk und eine Wetterjacke angesagt. Die Luftveränderung macht durstig. In der Region Schladming bekommt man überall herrliches Schladminger vom Faß. Die regionale Brauerei produziert ihre Biere außerhalb von Schladming in Richtung Rohrmoos. In der Rohrmoosstraße 218 befindet sich auch die Talstation der Gipfelbahn Hochwurzen. Mittlerweile hat das Wetter ein wenig umgeschlagen. Die unüblichen 30 Grad sind vorbei.

Dachstein – die „Treppe ins Nichts“. Mehr geht nicht!

Die Biker kurz vor dem Start in die Tiefe von der Planai-Bergstation.

Der Regen in der  Nacht hat zahlreiche Nebel aufgebaut. Mit der Sommercard geht es kostenlos auf die Hochwurzen (1849 Meter)  Auf dem dortigen Panoramaweg gibt es noch einige Preiselbeeren. Der nächtliche Regen hat die Tintlinge (Speisepilz) so richtig herausschießen lassen. Der Hit auf der Hochwurzen ist die Sommer-Schlittenbahn&GoKart-Bahn. Auf der sieben Kilometer langen Schotterstraße braust man mit dem GoKart ziemlich rasant ins Tal. Leih-Helme sind ausreichend vorhanden. Ein GoKart-Spaß bei jedem Wetter in der sogenannten Sommer-Saison. Am nächsten Tag ist der Dachstein angesagt. Als höchster Berg heißt der Dachstein auch das „Dach der Steiermark“. Von Schladming geht die Fahrt mit dem Auto in die Ramsau. Am Walcherhof findet gerade der Almabtrieb statt. Die Kühe sind mittlerweile von der Walcheralm entlang der Dachsteinstraße beim Walcherhof eingelangt. Beim sogenannten „Hoamfoarfest“ ist der Walcherhof mit Festgästen überfüllt. Der Käse von der Walcheralm ist der kulinarische Renner. Ein Rot-Schmierkäse der Extraklasse.

GoKart-Fahren auf der Hochwurzen gehört zum Abenteuer dazu.

Für den Alm-Abtrieb wurde auch diese Kuh besonders geschmückt.

Gleich neben dem Walcherhof in der Ramsau befindet sich die Auffahrt der Dachsteinstraße. Die Mautstraße führt über etliche Serpentinen zur sogenannten Talstation der Panorama-Gondel. Hier ist das Ende der Durchsage für Familien-Wandern. Mit dieser Panorama-Gondel dringt der Mensch in den Berg ein. Der Dachstein ist mit seiner Höhenwelt von 3000 Metern nicht mehr zart, sondern eher wankelmütig und auch gefährlich. Jedenfalls hat man hier in dieser Höhenwelt mit der Hängebrücke, der Treppe ins Nichts, dem Eispalast und dem Sky Walk eine unglaubliche Form eines Nervenkitzels geschaffen. Aber auch ein Zeichen des Himmels, daß der Mensch in dieser Bergwelt nicht das „Maß der Dinge ist“. Zwischen Sonne und Nebel wechselt sich der Sky Walk in eine gespenstische Welt der Alpen. Mit der unglaublich charmanten Birgit Ackerl wird die Dachstein-Welt zu einem Panorama. Birgit ist seit Jahren die Restaurantleiterin auf dem Dachstein. Diese Frau hat jeden Schneesturm und jeden Orkan in dieser 3000er Region mitgemacht. Dennoch ist der Dachstein ihr Berg und ihr Leben. Jeden Donnerstag und Samstag im September und Oktober gibt es im Dachstein-Restaurant das sogenannte Sonnenuntergang-Fondue. Start ab 17 Uhr und nur möglich mittels Reservierung (www.planai.at). Das Fondue ist kulinarisch perfekt. Fleisch von Huhn, Rind, Schwein sowie Gambas mit Beilagen vom Buffet. Eine Sondergondel bringt die Fondue-Gäste ab 21 Uhr wieder zur Talstation. Ein tolles Erlebnis.
Am nächsten Morgen nach dem Auschecken beim Sporthotel Royer, führt der Weg zum sogenannten Steirischen Bodensee. Bei Haus/ Ennstal führt die Straße per Wegweiser und Navi dorthin. Die Mautstraße erledigt sich durch die Sommercard. Die Straße endet bei einem Schranken. Dort eben Auto abstellen und 10 Minuten wandern bis zum unglaublich idyllischen Bodensee. Im Gasthof Fink direkt am See gibt es natürlich frische Forellen und gut eingeschenktes Schladminger. Die Wasserfälle im Hintergrund sind jedenfalls Romantik pur.

Der kleine steirische Bodensee mit dem Wasserfall ist ein Naturerlebnis.

Erlebnis pur ist die Hängebrücke mit der „Treppe ins Nichts“ auf dem Dachstein. Immer wieder wird in kurzen Abständen dieser Himmelsweg von Nebelschwaden eingehüllt.

Hoch auf dem Dachstein zelebriert Birgit Ackerl das Fondue.

Publiziert in Österreich

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