Hamburg ist Traumziel für Kultur und Kulinarik

Gegenüber der Elbphilharmonie präsentiert sich die alte Hamburger Speicherstadt. Als Fotomotiv Nummer 1 das Wasserschloß mit dem Teekontor. Gegenüber der Elbphilharmonie präsentiert sich die alte Hamburger Speicherstadt. Als Fotomotiv Nummer 1 das Wasserschloß mit dem Teekontor.

von Hannes Krois Moin Hamburg! Die Hansestadt Hamburg kann so richtig süchtig machen.

Etwas entfernt von der immer noch „berüchtigten“ Reeperbahn präsentiert sich das Hamburg der Senatoren, Kaufleute und Reeder. Das Hamburg auch der Künstler, der Agenturen und kreativen Menschen, die in den kleinen Cafés und Bistros diese spezielle Hamburger Strebsamkeit und Gemächlichkeit leben. Hier in der Speicherstadt und der Hafencity spürt man, daß die Hamburger vielfach englischer sind, als eine Mehrheit der Briten. Der Hamburger ist höchst höflich, mitteilsam und hilfsbereit. Falls man entsprechend Zeit hat und auch nett, sympathisch und redegewandt ist, dann schließt man in einem dieser Cafés sehr schnell Freundschaften. Noch dazu, wenn man sich als „Alpenmatrose“ zum Erkennen gibt. Doch die geschichtskundigen Hamburger wissen auch etwas von der einstigen Schiffs-Großmacht Österreich zu erzählen. Damals im Jahre 1864 besiegte der österreichische Admiral Wilhelm von Tegetthoff die dänische Flotte vor der „Roten Anna“ in Helgoland. Seither gehört Schleswig-Holstein zu Deutschland. Vom empfehlenswerten Innenstadt-Hotel „Scandic Hotel Hamburg Emporio (www.scandic- hotels.de) wird unsere Gruppe der internationalen Reisejournalisten zum sogenannten Chocoversum by Hachez (www.chocoversum.de) geleitet. Vor der Schokolade gibt es jedoch jede Menge Kultur. Die gigantischen Bauten der traditionellen Hamburger „Kontore“. Die Handelshäuser in gewaltiger architektonischer Darstellung. Wie etwa das „Chilehaus“ als architektonisches Juwel von 1924 im einzigartigen „Backstein-Expressionismus. Steht auf der UNESCO-Welterbeliste. Das Chocoversum by Hachez ist für „Schokolade-Tiger“. Wie in einem Schoko-Theater gibt es hier eine Führung durch die Welt der Schokolade. Sozusagen von der Kakaobohne bishin zur großartigen Veredelung der Schokolade. Schlußendlich ist traditionell der Hamburger Hafen die europäische Empfangsstation für Kaffee und Kakao. Für Schleckermäulchen somit die allerbeste Adresse. Schlußendlich kann jeder Besucher auch hier seine ganz individuelle Schokolade produzieren. Das Chocoversum bietet jede Menge an schokoladigen Veranstaltungen mit Pralinen, Wein usw. Schokolade immer dabei. Weiter führt die kulinarische Entdeckungsreise zum Kaffeemuseum samt Rösterei und Cafe (www.kaffeemuseum-burg.de). Seit 1896 wird in der Hamburger Speicherstadt Kaffee gelagert. In riesigen Mengen für halb Europa. In der Rösterei werden die Kaffeebohnen traditionell geröstet. Nach der historischen Kaffeezeitreise gibt es wunderbaren Espresso samt hausgemachten Kuchen für Körper&Seele. Unweit in der Speicherstadt findet sich der sogenannte Teekontor. Das sehenswerte Gebäude ist immer öfter in diversen TV-Filmen. Tee-Spezialitäten gibt es in dem unglaublich interessanten Gebäude in den allerbesten Kreationen. Somit Hamburgs erste Teeadresse. Die Speicherstadt ist mit einer Fläche von 26 Hektar der weltweit größte Lagerhauskomplex mit 17 riesigen Gebäudehauskomplexen im Hamburger Hafen. Begonnen hatte alles im Jahre 1881. Der damalige Reichskanzler Bismarck zwang die Hansestadt Hamburg in den „Norddeutschen Bund“. Es ging um viel Geld. Somit startete Hamburg den Bau eines Freihafens. Die alten barocken Häuser wurden abgerissen und die Speicherstadt mit den wilhelminischen Backsteinfassaden wurden errichtet. Umringt von all den Wasserstraßen. Den sogenannten Fleeten. Damit die kleinen Boote (Barkassen) das Speichergut zu den Speichern transportieren konnten. Den Bau der Speicherstadt rundeten die Hamburger Kaufleute und Senatoren mit dem weltgrößten Bismarck-Denkmal in der Gesamthöhe von 35 Metern symbolisch ab. Die Speicherstadt ist mittlerweile eine einzigartige Touristenattraktion. Gelagert werden hier immer noch Kaffeebohnen, Tee, Kakaobohnen, Tabak, Gewürze und Orientteppiche. Eine Speicherstadtfahrt mit den kleinen Barkassen ist Erlebnis pur. Im Sommer nicht auf die Kiste Bier als Proviant vergessen! Dabei wird auch vor der Hinrichtungsstätte des legendären Seeräubers Klaus Störtebeker am 21. Oktober 1401 gesprochen. Der damals geköpfte Pirat ist eine Legende. Alle seine Ankläger sind lange schon vergessen. Die Speicherstadt hat immer noch an den Hochwässern der Elbe zu leiden. Die Hamburger wissen zwar punktgenau, wann der Rückstau erfolgt und können sich somit irgendwie schützen. Dennoch will man beim Ausbau der neuen HafenCity Hamburg diese Hochwässer ausklammern. Hier wird einfach aufgeschüttet. Es handelt sich dabei um das europaweit größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt auf einer Fläche von 157 Hektar im ehemaligen Hafengebiet. Ein ultracooles Projekt mit der Erweiterung an Elbe und Hafen. Mit einer Mischung aus Kultur&Freizeit, innerstädtischem Wohnen und Arbeiten. Dazu Parks, Einzelhandel und Gastronomie. Zudem noch Tourismus mit jährlich drei Millionen Besuchern. Schlußendlich hat sich auch ein völlig neues Wahrzeichen der Stadt Hamburg aufgebaut. Es ist die 110 Meter hohe Elbphilharmonie (www.elbphilharmonie.de). Beim Abendessen in Carls Brasserie, am Kaiserkai 13 gegenüber, findet die ideale Einstimmung auf die „Elphi“statt. Der Konzertsaal der Elbphilharmonie ist ein Klangwunder. Ein überirdisches Bauwerk mit höchster Bedeutung. Wie der Turm von Babel. Nur zum Unterschied, daß die Elbphilharmonie realisiert wurde. Als dann einmal die Kosten des Bauwerkes dann doch einmal mehr als verdoppelt waren, hatte man für ein Jahr hier weitaus mehr Rechtsanwälte als Bauarbeiter gesehen. Doch die großen Hamburger Familien nahmen die Elbphilharmonie in ihren Herzen auf. Allein die Familie Otto (Otto Versand) spendete 50 Millionen Euro. Die Elbphilharmonie, errichtet auf den Grundfesten des Kaispeicher, ist Hamburgs kultureller Finger in die Welt. Die allerbesten Handwerker Europas durften hier mitbauen. Wie auch der Tischler Cserni aus Fehring. Die Elbphilharmonie mit den glänzenden Glasfassaden verbindet die Speicherstadt und die Hafencity als architektonischen Kontrapunkt. Die Elbphilharmonie hat schlußendlich unglaublich viel Geld gekostet. Doch die Hamburger Familien haben dieses Projekt gemeinnützig mitfinanziert. Das neue Wahrzeichen ist da. Jetzt wird die HafenCity errichtet.

Das Kaffeemuseum präsentiert Hamburg als Europas Kaffeestadt.

Klassische Küche wird im Apples Restaurant zelebriert.

Die größte Modelleisenbahn der Welt in der Speicherstadt.

Kakao&Schokolade sind im Chocoversum die süße Hauptsache.

Auf den Grundfesten des Kaispeichers steht „Elphi“ als Wahrzeichen.

Im ersten Jahr nach der Eröffnung besuchten rund 850.000 Menschen die über 600 Konzerte in der Elbphilharmonie.

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