Wundersame „Seitenblicke“ auf der Halbinsel Istrien

Die bemerkenswerte Burganlage Krsan ist einen Besuch wert. Die bemerkenswerte Burganlage Krsan ist einen Besuch wert.

von Hannes Krois
Istrien, die idyllische Halbinsel zwischen Koper und Pula hat übers ganze Jahr Saison.

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Hier überschneiden sich Slowenien und Kroatien. Allein ersichtlich an den Autoschildern HR und SLO. Ansonsten sind die Menschen in Istrien sehr italienisch geprägt. Kein Wunder, waren es doch die Venezianer, die hier über lange Zeiten Land und Leben beeinflußten. Die Bauwerke sprechen für sich. Wie etwa besonders das slowenische Piran mit seiner außergewöhnlichen Altstadt. Venedig steht hier für das strategisch wichtige Fischerdorf ganz besonders als Pate. Aber dann war es die Habsburger-Monarchie, die bis 1918 Fundamentales errichtete. Pula war damals der Kriegshafen der kaiserlichen Flotte. In Portoroz flirteten dafür die armen und feschen Leutnants mit den reichen Damen der Gesellschaft. Im Grand Hotel, heute Kempinski Palace Hotel spielten sich Lust & Laster der einstigen mondänen Welt vor über 100 Jahren. An den wunderschönen Badebuchten und in den Konobas und Cafes an der Westküste Istriens outet sich im Sommer das Leben. Fische, Muscheln, Meerestiere und dazu mittlerweile hervorragende Weißweine der Sorte Malvazija runden das Urlaubserlebnis bestens ab. Die slowenischen Küstenorte Koper, Izola, Strunjan, Piran und Portoroz haben ihren ganz besonderen Reiz. Dann über der Grenze in Kroatien präsentieren sich Savudria, Umag, Novigrad, Porec, Vrsar, Rovinj und weiters Pula, sowie die Inseln Brijun und Medulin ganz im Süden der Halbinsel. Hier wechseln sich Textil- und FKK-Anlagen ab.

Das historische Städtchen Svetvincenat ist ein historisches Juwel.

Die Geschwister Roberto & Stella Vosten mit herrlichen Olivenölen.

Renaissance-Stadt Labin auf einem Plateau nahe der Kvarner Bucht.

Die allergrößten FKK-Anlagen liegen direkt am Limski-Fjord gegenüber: Koversada als Naturparadies und Valalda als Erlebnisstrand. Das einzig Laute im ansonsten extrem ruhigen Koversada ist  die nächtliche Musik im tosenden Valalda. So ist für jeden Geschmack an der istrischen Westküste die jeweilige Urlaubsvorstellung dabei. Im Normalfall bietet der istrische Sommer Sonne und entsprechende Wärme. Direkt an den Stränden wehen leichte Winde. In den engen Gassen der aus Stein errichteten Städtchen gibt es idyllische Plätzchen. Das gekühlte Glas Malvazija ist der traditonelle Begleiter in der Märchenwelt Istriens.
Die Sommersaison 2014 wird als Regen-Sommer wohl in die Geschichte eingehen. Doch auch fürs Schlechtwetterprogramm hat Istrien etliches zu bieten. Etwa ein Ausflug in den Osten der Insel nach Krsan, Labin und Rabac. Auf dem Weg dorthin durch die Waldgebiete Zentralistriens. Der Besuch des alten Städtchens Svetvincenat ist Pflicht. Die mittelalterlichen Bauten und die jährlichen Mittelalter-Festivals vermitteln einen gedanklichen Abstecher in die lange Geschichte Istriens. Nicht weit davon entfernt in der Ortschaft Sveti Lovrec ist der Olivenölproduzent Mario Vosten (www.opg-vosten.com). Wunderbare fruchtige Öle erster Qualitäten.
Weiter geht es in den „wilden Osten“. Zuerst nach Krsan. Das alte mittelalterliche Kastell auf einer Anhöhe ist höchst sehenswert. Sodann nach Labin, der mittelalterlichen Stadt mit seinen baulichen Schätzen.
Unweit von Labin und direkt an der Küste liegt das einstige Fischerdorf Rabac. Heute moderne Strand-Metropole mit zahlreichen Hotels und Restaurants.

Publiziert in Kroatien

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