Irland

von Dorian Krois
Irland, das grüne Juwel im nördlichen Meer, eine Insel mit einem ganz besonderen Zauber.


Hier findet man nicht nur die Gastfreundschaft der Iren, gemütliche Pubs, das beste Guinness der Welt (was ja allein schon eine Reise wert wäre). Zu entdecken ist hier außerdem die rauhe Schönheit einer abwechslungsreichen Insel, Monumente aus der Jungsteinzeit und einige der schönsten Küstenstriche Europas. Bei unserer internationalen Presse-Rundreise stand der Osten der Republik Irland im Fokus. Ein Glück, denn in diesem Teil liegt auch die Hauptstadt Dublin (die ebenfalls allein schon eine Reise wert wäre). Nach Ankunft und Check-in im zentralen O'Callaghan Stephen's Green Hotel (nur 10 Gehminuten von der St. Patrick’s Cathedral entfernt) geht es ab nach „Temple Bar“. Das hippe Stadtviertel liegt am südlichen Ufer des Flusses Liffey. Die Straßen und engen Gässchen sind gesäumt von Boutiquen, Cafés, Galerien und natürlich von Pubs. Das ganze Jahr über tummeln sich hier Kulturfanatiker und Partyfans. Temple Bar ist der „Spielplatz“ der Stadt, Spaß ist also garantiert. Noch etwas zur Geschichte: Temple Bar war schon immer ein beliebter Ort: 795 nach Christus zunächst bei den Wikingern, die sich hier niederließen. Was von ihren Siedlungen übrig ist, kann man heute auf Dublin Castle bewundern. Einige Jahrhunderte später errichtete der britische Diplomat Sir William Temple hier seine Residenz samt Gärten: Der Name Temple Bar war geboren. Bekanntestes Pub und Hotspot ist (welch Überraschung!) „The Temple Bar“. Hier stellte Gitarrist Dave Browne im Jahr 2011 den Guiness-Weltrekord über 101 Stunden im ununterbrochenen Gitarrenspielen auf. Ob Dave Brown danach jemals wieder zur Gitarre griff, ist nicht bekannt. Jedenfalls ist die Stimmung an jenem Abend einfach irre aber typisch, wie man sich ein echtes irisches Pub eben vorstellt. Nach dieser authentischen Einstimmung auf Irland geht es am nächsten Morgen weiter nach Kilkenny. Die Stadt hat weit mehr als das gleichnamige Bier, welches in Österreich sehr bekannt ist, zu bieten. Urbanes Flair, reges Nachtleben, moderne Kultur und normannische Prachtbauten. Kilkenny sagt man nach, die Stadt sei das Herz und die Seele des mittelalterlichen Irlands. In Kilkenny wartet übrigens hinter jeder Ecke ein Pub, ein Café oder eine Galerie. In vielen Pubs gibt es Live-Musik und eine Stimmung – das muss man einfach selbst erlebt haben. Mein Tipp für Kilkenny: Unbedingt das Museum der in Irland nicht weniger bekannten Smithwick's Brauerei besuchen. Bei einer Führung erfährt man viel über die Geschichte und den Brauvorgang. Highlight ist natürlich die anschließende Verkostung der ausgesprochen süffigen Biere. Für die auch geschichtlich Interessierten lohnt sich ein Besuch von „Jerpoint Park“, etwa 20 Kilometer von der Stadt Kilkenny entfernt. Jerpoint war im 12. Jahrhundert eine Stadt mit 27 Wohnhäusern, einer Brauerei, einer Mühle, einem Gericht, Marktplatz und 14 (!) Tavernen. Noch heute kann man die alten Straßen und Befestigungen erkennen, daher ist Jerpoint von großer historischer und archäologischer Bedeutung. Joe  O`Connell, der Besitzer des Anwesens, empfing uns mit wahrer Herzlichkeit und erzählte uns alles über die Geschichte. Gut zuhören! Sogar für Englisch-Muttersprachler ist sein Dialekt eine recht harte Nuss.
Kevin Dundon ist das kulinarische Aushängeschild Irlands. Was, Irland und Kulinarik? Ja, seitdem Kevin die Sache in die Hand genommen hat. Selbst Queen Elizabeth II oder George W. Bush ließen sich schon von ihm bekochen. Dem irischen Spitzenkoch gelingt es einfach, das Publikum äußerst medienwirksam mit seiner Kochleidenschaft zu fesseln. Wie viele der großen Spitzenköche hat Dundon einige Kochbücher veröffentlicht, die es an die Spitze der Bestsellerlisten schafften. Zugleich ist er Gastgeber einer äußerst erfolgreichen TV-Kochshow und auch sonst ist er immer wieder ein gern gesehener Fernsehgast – das allerdings nicht nur im irischen, sondern auch im amerikanischen oder kanadischen Fernsehen. Das Dunbrody Country House ist der Dreh- und Angelpunkt in Dundons Leben. Das wunderschöne Landhotel wurde 1830 erbaut und bezaubert nicht nur durch irischen Charme, sondern auch durch die atemberaubende Parkanlage von fast 500 Hektar, die das Hotel einrahmt. Das Hotel zählt zu den Top-Betrieben Irlands und beherbergt zudem Dundons berühmte Kochschule. Hier treffen wir Kevin und erfahren viel über seine preisgekrönte und doch authentische Küche.
Pflichtstation für Ost-Irland Reisende ist außerdem das Gartenparadies „Powerscourt Garden“, weniger als 30 km von Dublin entfernt. Sogar Schönbrunn-Fans können hier noch etwas erleben. Das Magazin „National Geographic“ führt das Anwesen von Powerscourt in seiner Liste der 10 Top Gärten der Welt auf dem dritten Platz. Powerscourt gilt als eines der weltweit schönsten Beispiele für einen aristokratischen Garten mit  Seen, herrlichen Statuen, vielen exotischen Pflanzen und dekorativen Kunstschmiedearbeiten.

Powerscourt zählt zu den schönsten Gartenanlagen der Welt.

Das Kilkenny River Court Hotel bietet einen traumhaften Blick zum Castle.

Dorian Krois mit Kevin Dundon – dem Superstar der irischen Küche.

Das Smithwick's Museum in Kilkenny ist einen Besuch wert!

Die weltbekannte „The Temple Bar“ in Dublin.

Live-Musik und mitreisende Atmos- phäre in den zahlreichen Pubs.

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