Deutschland

von Dorian Krois
„Eine Minute steht er noch“, sagte der Mitarbeiter der Deutschen Bahn. Da hieß es Gas geben!


Doch der Zug Richtung Kiel vom Hamburger Hauptbahnhof fuhr dennoch ohne mich. Aber halb so schlimm, ein kaltes „Astra“ aus St. Pauli tröstete mich bis zum nächsten Zug hinweg. Das Ziel der Fahrt war heute Niebühl, ca. 200 Kilometer nördlich von Hamburg. Niebühl ist eine wichtige Station bei einer Reise nach Sylt, verkehren von hier doch viele Autozüge über den Hindenburgdamm nach   Westerland. Nach einer Übernachtung im  Hotel Insel-Pension (www.inselpension.de) ging es am nächsten Morgen mit dem neg-Zug weiter nach Dagebüll und von dort mit der Fähre nach Amrum. Die nordfriesische Insel ist ideal, um einmal völlig abzuschalten. Schon die Anreise mit der Fähre sorgt für Entspannung: Rund zwei Stunden dauert die Überfahrt vom Festland durch das Wattenmeer, sie führt vorbei an den Halligen und der Nachbarinsel Föhr. Amrums vielleicht größte Attraktion ist der Kniepsand, ein feinsandiger Strand, der mit zwölf Kilometern Länge und bis zu zwei Kilometern Breite zu den eindrucksvollsten an der Nordseeküste zählt. Scheinbar endlos erstreckt er sich bis zum Horizont. Doch wer bei Amrum nicht nur an den unendlichen Strand denkt, sondern auch an urige Wohnstuben, an Kirchenglocken, Kopfsteinpflaster und Seefahrerlegenden, der wird sich in Nebel wohlfühlen. Das älteste Dorf der Insel entfaltet seinen Charme mit reetdachgedeckten Häusern, verwunschenen Gassen und markanten historischen Bauwerken.

Dark Blohme mit einer Auster im Wattmeer zwischen Amrum und Föhr.

Die Borgsumer Mühle ist eines der Wahrzeichen auf Föhr.

„Nach Amrum reisen Naturfreunde, Föhr ist die Familieninsel und auf Sylt tummeln sich die Schönen und Reichen“ – alles nur Klischees? Beim Besuch der drei Inseln hört man so manche „nett gemeinte“ Beschreibung über den Nachbarn. Bei der Pressereise „Inselhopping“ durfte ich alle drei Inseln kennenlernen und hatte so wirklich den direkten Vergleich. Nach zwei Tagen  auf Amrum hieß es für unsere kleine Pressegruppe dann Weiterreise nach Föhr. Doch diesmal nicht bequem per Fähre, sondern zu Fuß durch das Wattmeer. Wo während der Flut die Wellen plätschern und kleine Krabbenkutter gemächlich durch die Nordsee schippern, offenbart sich bei einsetzender Ebbe der wohl ungewöhnlichste Wanderweg Deutschlands – eine rund 10 Kilometer lange Route, die die beiden Inseln Amrum und Föhr quer durch das Wattenmeer miteinander verbindet. Treffpunkt für das Inselhopping der etwas anderen Art war in Norddorf, nur zwei Häuser von unserem Hotel „Seeblick“ (www.seebli- cker.de) entfernt. Die knapp fünfstündige Wanderung (soll normalerweise nur drei Stunden dauern) absolvierte ich voll ausgestattet mit Matschhose, was die Sache zwar nicht erleichterte, doch steht man an verschiedenen Punkten immer wieder bis über das Knie im Wasser (Priele). So ging es durch den gesunden Nordseeschlick, vorbei an unzähligen Wattwürmern, Muscheln und kleinen Krebsen. Der sehr gesprächige Amrumer Nationalpark-Wattführer Dark Blome erkärte während der aufregenden Wanderung sehr anschaulich die Besonderheiten des Wattmeeres. Nach der Ankunft auf Föhr dauerte es schließlich keine 10 Minuten, bis das Wattmeer wieder vollständig mit Wasser bedeckt war. Ein wirklich sehenswertes Naturschauspiel!  Noch immer sportlich motiviert, besuchten wir nun die Stadt Wyk. Dort legen auch die Fähren zum Festland sowie nach Amrum ab. Wyk ist eines der ältesten Seebäder Deutschlands, der Badebetrieb begann bereits 1819. Zu den Sehenswürdigkeiten der Insel zählt außerdem das Dorf Nieblum. Das Friesendorf wie aus dem Bilderbuch ist wohl das schönste Dorf auf Föhr und eines der schönsten Dörfer in Schleswig-Holstein, mit schmucken Friesenhäusern, mächtiger Kirche und einem ruhigen Strand. Etwas außerhalb von Nieblum liegt das Weingut Waalem. Echt jetzt? Die Feststellung, dass 20 Prozent der schleswig-holsteinischen Weinanbaufläche auf Föhr zu finden sind, hört sich zunächst gewaltig an. Die Aussage wird allerdings relativiert durch die Tatsache, dass es sich dabei lediglich um zwei Hektar handelt. Kultiviert werden hier die sehr robusten Sorten „Solaris“ und „Johanniter. Und der Geschmack der Weine? Durchaus trinkbar! Nur ungern verabschiedet man sich schließlich von Föhr, doch die Schwesterinsel Sylt ruft! Also ging es mit der Fähre zurück nach Dagebüll und dann mit dem Zug weiter nach Westerland. Auf Sylt ist dann doch ein Kontrast spürbar, es ist halt schon ein wenig „lebhafter“. Das spürt man endgültig beim Spaziergang durch Kampen oder beim Besuch des Kult-Restaurants „Sansibar“ in Rantum. Das Sansibar ist bis heute eine „einfache Hütte“ geblieben, allerdings eine mit 30.000 Weinflaschen im Wert von vielen Millionen Euro im Dünenkeller und eigener Mercedes-Flotte. Luxuriös untergebracht war unsere Pressegruppe als Abschluss der Reise im 5-Sterne Superior Hotel „Fährhaus“ am Strand von Munkmarsch. Neben dem perfekten Service, der außergewöhnlichen Ausstattung und der herausragenden Lage mit direktem Blick über das Wattenmeer stimmt in dem Luxushotel einfach alles – ein außergewöhnliches Haus. Dieses Niveau wurde natürlich auch beim Frühstücksbuffet gehalten. Anschließend wurde ich schon Richtung Bahnhof chauffiert, denn um 9 Uhr fuhr der Zug über den Hindenburgdamm nach Hamburg zurück. „Meer“ geht nicht!

Die „Sansibar“ ist Treffpunkt für Genieser und Sonnenanbeter.

First Class auf Sylt: Das 5-Sterne Superior Hotel „Fährhaus“ im Osten der Insel.

Leckere Nordseescholle im Restaurant „Muschelsucher“ auf Amrum.

Merle Staege vom Weingut Waalem auf Föhr.

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