Deutschland

von Dorian Krois
Die Fahrt von Wolfsburg in das schöne Braunschweig dauerte mit dem Zug nur 20 Minuten.

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von Dorian Krois
Charmante Altstädte, kulinarische Köstlichkeiten, kulturelle Highlights, aber auch Shopping-Vergnügen, trendige Restaurants und Kneipen oder die Welt der Mobilität in der Autostadt in Wolfsburg – das norddeutsche Bundesland Niedersachsen bietet alle Möglichkeiten.


Seine Kulturlandschaft ist dabei so vielfältig wie das Land selbst.
Diese Vielseitigkeit durfte ich bei einer mehrtägigen Reise durch die Städte Hannover, Wolfsburg, Braunschweig und Wolfenbüttel kennenlernen. Flüge von Wien in die Landeshauptstadt Hannover finden täglich statt. Bei der Ankunft in der „Stadt der Welfen“ fällt gleich eines auf: Im Gegensatz zum Wiener ist der Flughafen Hannover bestens an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Die S-Bahn fährt im 30 Minuten Takt zum Hauptbahnhof.
Zehn Schritte aus dem Hauptbahnhof heraus, und Ernst, „der Grüß-August“, schaut vom hohen Ross herab, seit mehr als 150 Jahren schon. Bei ihm, dem einstigen König von Hannover und Onkel der britischen Queen Victoria, treffen sich die Einwohner auch heute noch am liebsten. Von dort ist es nur ein Katzensprung in das gegenüberliegende „Grand Hotel Mussmann“ (www.grandhotel.de). Fabian Böhmer, der ausgesprochen nette wie auch kompetente junge Touristenführer vom Tourismusbüro Hannover, holte mich an der Rezeption ab und entführte mich gleich in die Markthalle, die auch als „Bauch von Hannover“ bezeichnet wird. Auf einer Verkaufsfläche von 4.000 m² werden an über 70 Marktständen alle Arten von Lebensmitteln wie Gemüse, Wurst, Fleisch, Brotwaren, Fisch, Obst und Wein angeboten. Ebenso gibt es viele Stände mit deutschen und internationalen Spezialitäten. Sehr lecker! In der Galerie befindet sich außerdem der Werksverkauf des hannoverschen Keks-Unternehmens „Bahlsen“. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus: Die Stadt, nicht einmal ein Drittel so groß wie Hamburg, wirkt wie ein kompaktes Universum. Das ist ein Vorteil für Besucher: Vom zentralen Platz Kröpcke zur Marktkirche, dem südlichsten Juwel norddeutscher Backsteingotik, vom Hohen Ufer, einer Keimzelle der Stadt am Fluss, zum Goldenen Winkel, einer Altstadt-Idylle im Kreuzkirchen-Viertel bis zum Leineschloss, in dem seit 1962 der Landtag residiert, ist es jeweils nur ein gemütlicher Spaziergang. Auch die Attraktionen am Rande der City sind mit der Stadtbahn oder der U-Bahn schnell erreicht, der Zoo, der Maschsee, die Herrenhäuser Gärten und die ganz unterschiedlichen Szeneviertel List und Linden. Und die Eilenriede, der Stadtwald, den die Hannoveraner lieben wie die Hamburger ihren Hafen und der mit etwa 640 Hektar fast doppelt so groß ist wie der Central Park in New York. Dass Hannover auch das weltweit größte Messegelände (z.B. CeBIT) beherbergt, sei nur nebenbei erwähnt. Ein Highlight im jährlichen Veranstaltungskalender ist der „Internationale Feuerwerkswettbewerb“, der nächstes Jahr bereits zum 28. Mal in den Herrenhäuser Gärten stattfinden wird. Hier treten die besten Pyrotechniker aus aller Welt gegeneinander an! Die Kombination aus Musik, Schauspiel und Feuerwerk geht wirklich unter die Haut. Man wünscht sich, die 25-minütige Performance möge nie enden. Ein schöneres Ambiente als die Herrenhäuser Gärten ist für diese atemberaubenden Himmelsgemälde kaum vorstellbar. Der Bewerb findet an fünf Wochenenden von Mai bis September statt. Den Beginn macht am 26. Mai 2018 Italien. Heuer hat übrigens das oberösterreichische Team „SteyrFire“ mit einer atemberaubenden Performance (ich war selbst dabei) den zweiten Platz erreicht, den Sieg holten sich die Pyrotechniker aus Polen. Alle Infos unter www.hannover.de

Schönes Fachwerkhaus-Ensemble in der Altstadt von Hannover.

Blick auf das Neue Rathaus von Hannover.

Nächste Station der Niedersachsen-Reise war die Autostadt Wolfsburg. Die Fahrt mit dem Zug dauerte nur 20 Minuten. Die Schornsteine des denkmalgeschützten Heizwerkes von Volkswagen sieht man schon von weitem. Neben dem Bahnhof Wolfsburg befindet sich nach einem kurzen Spaziergang über eine Brücke, gleich das gewaltige Areal der Autostadt Wolfsburg, das sich als eigene Welt neben dem eigentlichen Werk präsentiert. In diesem Besucherzentrum können Kunden ihren Neuwagen abholen, das Museum besuchen, eine Probefahrt machen (ich testete den neuen e-Golf) wirklich lecker essen (unter anderem die legendäre Volkswagen Currywurst, die lustigerweise als Original-Teil deklariert ist und somit bei VW-Händlern unter einer Ersatzteilnummer bestellbar ist). Jede Marke von Volkswagen ist auf dem 28 Hek- tar großen Autostadt-Gelände mit einem Pavillon vertreten. Highlight ist sicher die Fahrt in einem der beiden 48 Meter hohen gläsernen Türme, dem schnellsten automatischen Parksystem der Welt. Hier werden die Neuwagen, die von den Kunden vor Ort abgeholt werden, zwischengelagert. Neben den Autos wird im Inneren auch eine gläserne Kabine bewegt, in der sechs Personen Platz haben und einen spektakulären Ausblick nicht nur über die Autostadt, sondern auch über ganz Wolfsburg erhalten. Das Parksystem der Autotürme ist so revolutionär, dass es auch von Hollywood entdeckt und für den Film „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ mit Tom Cruise nachgebaut wurde. Nach all diesen Eindrücken und gestärkt mit der leckeren Volkswagen Currywurst ging es weiter nach Braunschweig. Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe!

Tolles Erlebnis mit dem e-Golf in der Autostadt, im Hintergrund einer der beiden Autotürme.

Die revolutionären Autotürme von VW inspirierten auch Hollywood.

In der Autostadt können die Kleinen die Verkehrsregeln lernen.

Die Fahrt in den gläsernen Türmen kann wirklich was!

von Dorian Krois
„Sail away, dream your dream...“

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